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Schule gegen Homophobie – Schule für Vielfalt

 

Die Lehrerin kann offen zu ihrer Freundin stehen, Nils und Tom sind ein Paar und trotzdem beliebt, Lisa hat sich in eine Klassenkameradin verliebt und kann offen zu ihren Gefühlen stehen. Alles kein Problem?
Begibt man sich auf den Boden der Tatsachen muss man jedoch leider feststellen, dass Homosexualität v.a. in der Schule mit Vorurteilen und Anschuldigungen kämpfen muss. Leider ist es heute kaum vorstellbar, dass die Lehrerin ihre Freundin mit zum Schulfest bringt und Nils und Tom ihre Liebe offen vor allen anderen zeigen können.
Viele stehen Homosexualität mit Angst, Unsicherheit und auch Unwissen gegenüber und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Sei es als Betroffener/Betroffene selbst oder als Klassenkamerad, Lehrer oder Schulleitung.
Da dieses Thema alle etwas angeht gibt es die Initiative „Schule gegen Homophobie – Schule der Vielfalt“. Eine Kampagne, die sich dafür einsetzt, dass an Schulen in NRW aktiv gegen Homophobie und für die Akzeptanz von Homosexuellen und anderen Lebensweisen ge-kämpft wird.
Als erste Schule hat die Joseph-Beuys-Gesamtschule ihren Einsatz gegen Homophobie und für das Zusammenleben vielfältiger Lebensweisen öffentlich gemacht. Weitere Schulen, wie z.B. das Gymnasium Rodenkirchen, sind diesem Beispiel gefolgt.
Aber wofür setzt sich die Kampagne im Einzelnen ein? Zu allererst macht die Kampagne das Thema Homophobie öffentlich, nachdem dieses Thema von Schulen und Behörden oft unter den Teppich gekehrt oder kaum beachtet wurde. Die Kampagne fordert zum Handeln auf, um die Normen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes auch in Schulen zu verankern und sie zur Selbstverständlichkeit zu erklären. Es soll Verantwortung für die Entwicklung von Jugendlichen übernommen werden, wofür engagierte Menschen gewonnen werden sollen.
Was soll erreicht werden? Homosexualität soll ganz klar kein Tabuthema mehr in der Schule darstellen. Neben Konzepten für den Umgang mit Homosexualität im Umfeld Schule sollen Unterrichtsmaterialien mit der Thematik „unterschiedliche sexuelle Orientierungen“ berück-sichtigt werden. Das Thema soll Einzug in den Lehrplan und somit in den regulären Unter-richt halten.
Jeder kann sich daran beteiligen, Homophobie aus dem Schulalltag zu entfernen. Auf der Website www.schule-der-vielfalt.de kann sich jeder, egal ob Schüler/in, Eltern, Lehrer etc. Anregungen holen, die sie an ihrer Schule einbringen können. Neben einer Filme- und Litera-turdatenbank bietet diese Seite weitere zahlreiche Anregungen, um den Unterricht zu berei-chern und das Thema Homosexualität einzubinden.



Jenny Green