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gorizi.de
Bundesweites Portal für junge Lesben

Warum überhaupt?!

CathiLiebtDich

Dabei seit 13.02.11

CathiLiebtDich's Avatar

13.02.11 | 01:18

Das klingt jetzt vielleich blöd, aber ich verstehe nicht, warum alle so ein riesen Ding aus ihrem Coming Out machen!? Das ist doch schon blöd, dass man sich überhaupt zu seiner Sexualität bekennen muss..! Das ist ja als würde man eine Sünde beichten oder so einen Quatsch! Ich habe mal von einem Mädchen gehört, die ist irgendwann zu ihrer Lehrerin gegangen und hat gesagt: "Ja, Frau XY, ich bin lesbisch." Ja, toll?! Was soll denn dann die Lehrerin machen? Der kann das doch völlig egal sein! Oder auch die Eltern, wenn die im Wohnzimmer sitzen und man zu denen geht und eine Show daraus macht, ihnen zu sagen, dass man auf Mädchen steht. Was sollen die sagen? "Ja, toll, herzlichen Glücwunsch!" Ich würde das ganz beiläufig machen und einfach mal so nebenbei erzählen, dass ich eine neue Freundin habe. Oder sie mit nach Hause bringen und sie den Eltern einfach vorstellen. Wenn lesbisch sein und Homosexualität allgemein normal und anerkannt werden soll, wozu gibt es dann das Coming Out? Ich finde es blöd, dass man überhaupt darüber sprechen muss, in was für einer Gesellschaft leben wir denn bitte? Heten gehen doch auch nicht zu ihren Freunden und sagen: "Ich bin hetero!", die sagen auch nur: "Ich hab einen neuen Freund."
Man kann doch nicht jedem Menschen, dem man neu begegnet als erstes von seiner Sexualität erzählen, so wie viele es leider tun. Klar, sobald man gefragt wird, ob man denn einen Freund hätte oder so. Aber ich kenne Leute, die binden das direkt jedem auf die Nase, so nach dem Motto: "Bevor wir uns unterhalten: ich bin lesbisch, ist das okay für dich?" ! geschockt! verwirrt
Mit dem Coming Out steht man sich selbst im Weg! Dardurch, dass man so ein Traraa um die ganze Sache macht, entstehen doch erst diese Situationen, dass man schief angeguckt wird oder dass alle über einen reden. Dardurch wird das Ganze doch erst interessant, weil die Homosexuellen selbst so einen Wirbel darum machen! Und ich kann das sagen, denn ich bin schließlich selbst bi.
Liebe Grüße!
Cathi

 

Booring_x3

Dabei seit 30.04.10

Booring_x3's Avatar

21.02.11 | 00:53

Ich denke nicht, das Homosexualität zu etwas 'unnormalem' gemacht wird, indem sich Homosexuelle outen, sonder, dass man sich outen muss, weil Homosexualität für etwas unnormales gehalten wird.

Es ist ja nun mal so, wenn ich jemanden sehe, gehe ich davon aus, dass er hetero ist. Das ist einfach so, weil ein Großteil der Menschen einfach hetero ist. Und für viele Leute ist eis einfach nicht normal und deswegen finde ich es völlig ok, wenn man sich im engen Umfeld outet, damit die Leute wissen, dass man homo ist. Immerhin wissen sie auch von den anderen , dass de hetero sind. Man muss natürlich nicht zu jedem den man kennt rennen und sagen: "Du ich bin lesbisch/schwul/etc. ", mach ich auch nicht, aber meinen engsten Freunden und meiner Familie hab ich es schon gesagt und der Rest findet es halt heraus, wenn ich ne Freundin hab.

P.S.: Ich frage jeden, von dem ich wissen will ob er in einer Beziehung ist und von dem ich seine Sexuelle Ausrichtung nicht weiß: "Hast du einen Freund oder eine Freudin?" zwinker

 

girly92 (not verified)

Dabei seit 01.01.70

's Avatar

22.02.11 | 17:02

Richtig so.
Viele Leute Meinen doch einfach das wir was anderes sind, das wir
" unormale" Wesen sein. die nicht wissen wohin mit sich!
Aber dem ist nicht so, einige sind nicht gerade Stolz darauf Homosexuell zu sein, weil sie teils ausgegrenzt werden oder sich selbst immer wieder die Frage stellen warum? Aber ist es nicht schon trauriog genug, das andere leute dich nicht akzeptieren können....? verwirrt
Warum auch nich mit sich selber so EXTREM beschäftigen müssen??

 

Becky

Dabei seit 15.02.10

Becky's Avatar

23.02.11 | 18:49

Ich finde, man muss es auch nicht unbedingt jedem auf die Nase binden.
Was allerdings dieses "Trara" drum herum angeht:
Es fällt halt manchen Menschen schwer, sich mit der eigenen Homosexualität auseinanderzusetzen.
Manche halten sich selber vielleicht für etwas "Abnormales" oder "Ekliges".
Nicht jeder verkraftet die Erkenntnis, "anders" zu sein, sofort und ist vollkommen zufrieden damit.
Da ist es doch natürlich, dass - in diesem Falle - frau ein totales Theater macht -
Schließlich steht sie auf dem Punkt "Oh Gott, ich bin abnormal und gestört!" und muss
a) damit fertig werden und
im Idealfall
b) irgendwie von diesem Standpunkt wegkommen.
Da widerrum weiß ich ganz gut, wovon ich rede. Ich hab ewig gebraucht, um einzusehen, was denn so anders mit mir ist und noch viel länger habe ich gebraucht, es für mich selber zu akzeptieren und mich nicht dafür zu schämen.
Selbst wenn mir jemand gesagt hat:"Gut, dann bist du halt homo und das ist doch auch schön und gut so." -
Ich hätte es nicht geglaubt.

 

luckycharm

Dabei seit 16.11.10

luckycharm's Avatar

11.04.11 | 19:59

heii
ich finde du hast recht... also mir gehts auch so, ich bin bi, tendier aber generell eher zu mädchen und ich persönlich sehe gar keinen sinn darin mich vor meinen eltern oder vor irgendwem zu outen. ich meine das kann anderen vollkommen egal sein, ob ich jetzt nur auf mäner oder frauen stehe. man verliebt sich ja nicht in das geschlecht sondern in die person die dahinter steckt. und wenn ich jetzt von jemanden was will dann frag ich halt, ob das überhaupt was wird.
Jedensfalls könnte ich mir nicht vorstellen einfach so zu meiner mum zu gehen und ihr zu sagen: hei mum du weißt eigentlich stehe ich mehr auf mädchen... wenn ich einen freundin hab dann ist das ja was anderes...
ich denke jeder mensch hat das recht mit dem zusammen zu sein mit dem er will (solange andere nicht geschädigt werden - geschwister)
und sollte niemanden rechenschaft ablegen
naja meine meinung zu dem Thema...
cool dass du das angeschnitten hast

*****

Miaa

 

Sarah93 (not verified)

Dabei seit 01.01.70

's Avatar

16.04.11 | 09:26

CathiLiebtDich, generell würde ich dir total zustimmen! Es ist einfach richtig bitter, dass man sich zu seiner Homosexualität bekennen muss. Das ist einfach nicht fair. Und irgendwie auch ein Widerspruch in sich.

Ich vermute einfach ganz stark, dass in unserer Gesellschaft das Hetero-Sein als 'normal' und als Vorraussetzung gilt. Und irgendwie ist das wohl in den Genen der Menschen, dass sie das so sehen. Manche erschrecken sich total, wenn man sich outet und für andere ist das total okay. Nicht bei jedem hat sich das neue Denken durchgesetzt.

Ich finde es aber auch super bescheurt! -.-'

 

Malin

Dabei seit 26.07.10

Malin's Avatar

20.04.11 | 21:58

Hey,

Also ich sehe das Thema auch ein wenig gesplitten.
Einerseits finde ich auch das man das nicht jeden auf die Nase binden muss, auch nicht seinen Eltern. Aber um mehr toleranz und selbstverständlichkeit gegenüber homosexuellen in die Welt zu bringen finde ich es immer gut wenn man zu sich selber komplett steht. Ich finde zwar man kann aufkeinenfall stolz auf seine Neigungen sein, also auch heteros können dieses nicht, denn schließlich sucht man sich das nicht aus und alle sexuellen neigungen sind gleichwertig zu betrachten. Aber ein óffenes Outing macht auch anderen Mut, sich zu öffnen und verhilft ihnen einfach auch zu sich selbst zu stehen.

Also denke ich um das ganze mal auf den Punkt zu bringen, niemand muss sich vor irgendwen outen und womöglich noch rechtfertigen, aber um mehr selbstverständlichkeit in die Welt zu bringen sollten Lesben/Bi Sexuelle/oder was auch immer zwinker die damit kein Problem haben sich offen zu bekennen wie es letzlich automatisch auch heteros machen (auch wenn die es natürlich leichter haben) dieses auch ruhig tun zwinker

Also hoffe habe nicht zu verwirrend geschrieben zwinker

 

Becky

Dabei seit 15.02.10

Becky's Avatar

04.05.11 | 10:40

Ich handhabe es einfach so:
Meine Freunde und Verwandten wissen es, wer mich sonst noch fragt und es dabei ernst meint, bekommt auch eine ehrliche Antwort.
Je nachdem wer mich fragt, druckse ich wohl mehr - oder weniger rum...
Aber egal.
Ich seh nicht ein, mir ständig neue Lügen ausdenken zu müssen.
Denn, wie bereits festgestellt, geht es eigentlich überhaupt keinen etwas an, in wen ich verliebt bin, mit wem ich zusammenlebe oder letzten Endes -
wen ich in mein Bett hole oder eben nicht.

 

resi_91

Dabei seit 09.08.10

resi_91's Avatar

04.05.11 | 15:50

du hast nicht verwirrend geschrieben. ich verstehe, was du meinst.
das problem ist, dass man zuerst zu sich selbst finden und lernen muss, zu sich zu stehen. nur so kann man auch vor anderen offen damit umgehen. ich glaube, wenn ich mich "outen" würde, dann würde ich es nur meinen eltern sagen und engen freunden, denen ich sehr vertraue. denn ich will es nicht an die große glocke hängen oder mich irgendwie angreifbar machen. es kommt auch auf das umfeld an, z. b. ob man in einer großstadt wie berlin lebt oder auf dem land, wo die leute konservativer sind.
viele denken/dachten, dass es keine schwulen/lesben gibt, weil sie persönlich niemanden kennen. wenn sich dann jemand dazu bekennt, merken sie, dass es auch normale menschen und keine verrückten spinner sind.. das hätte eine gute wirkung, da es die leute zu mehr toleranz und akzeptanz erziehen würde.
auf die nase binden muss man es natürlich keinem zwinker in wen man sich verliebt ist schließlich privatsache. auf der anderen seite möchte man seine liebe nicht verstecken und auch in der öffentlichkeit als paar zusammen sein, wie ein "normales" paar. die gleichberechtigung ist halt noch nicht so weit.

 

Sophie17

Dabei seit 23.07.10

Sophie17's Avatar

05.05.11 | 21:44

Hilfeeee! Ich hab keine Ahnung wo das dazu passt, aber folgender Dialog hat sich vor ein paar Tagen zwischen mir und einer Freundin abgespielt. Vorher hat in einer dummen Situation (wirklich!) ausversehen meine Hand ihre Brust ein bisschen gestreift... zwinker

ich: oh sorry.
sie: früher dachte ich eh immer du bist lesbisch.
ich: aha.
sie: und, bist dus?
ich: nein.
sie: sicher?
ich: nein.
sie: warum nicht?
ich: war ja noch nie verliebt...
sie: echt nicht? ... kommt bestimmt noch...

ende.

und jetzt weiß ich nicht was sie denkt. und was ich denke.
aber: hallo!?! warum dachte sie das früher immer??? soooo kurz sind meine haare jetzt auch nicht und alles... verwirrt

Verwirrung! kreisch

 

Tülpchen

Dabei seit 21.01.10

Tülpchen's Avatar

07.05.11 | 16:02

Könnte es sein, dass sie selbst lesbisch oder bi ist und ihr "gaydar" deshalb etwas sensibler ist als bei heteros? vielleicht brauchst du bei ihr keine kurzen haare, um erkannt zu werden! zwinker
Frag sie doch einfach mal. wenn sie dich eh für lesbisch gehalten hat früher und ihr immer noch befreundet sein, kann sie ja nicht wirklich was dagegen haben, oder? lächelnd

keeeine panik auf der titanic!^^

 

Chrissi has cra...

Dabei seit 29.01.11

Chrissi has crazy eyes.'s Avatar

08.05.11 | 16:43

Booring_x3 schrieb:
Ich frage jeden, von dem ich wissen will ob er in einer Beziehung ist und von dem ich seine Sexuelle Ausrichtung nicht weiß: "Hast du einen Freund oder eine Freudin?" zwinker

Gute Idee, das sollte ich mir auch angewöhnen. lächelnd

 

Booring_x3

Dabei seit 30.04.10

Booring_x3's Avatar

11.07.11 | 20:18

Chrissi has crazy eyes. schrieb:
Booring_x3 schrieb:
Ich frage jeden, von dem ich wissen will ob er in einer Beziehung ist und von dem ich seine Sexuelle Ausrichtung nicht weiß: "Hast du einen Freund oder eine Freudin?" zwinker

Gute Idee, das sollte ich mir auch angewöhnen. lächelnd

Aber sei drauf gefasst, dass man einige blödes Gesichter und verteidigendes Verhalten ala 'Ich bin doch keine Schwuchtel' zu höhren bekommt kreisch
Ist aber auch iwo witzig zwinker

 

Blacky

Dabei seit 02.07.11

Blacky's Avatar

23.07.11 | 17:15

Mache Leute sehen Homosexualität aber nunmal nicht als "normal" an. Gut, wir sind langsam in einer Zeit angelangt in der nicht so vielm Drama um sowas gemacht werden sollte da stimme ich dir zu aber Fakt ist nunmal das so leid es mir tut nunmal Menschen gibt die diesen sagen wir mal Lebensstil nicht akzeptieren. Ich finde es auch überflüssig wenn nicht sogar peinlich zur Lehrerin zu gehen und zu sagen hallo ich bin lesbisch ist das okay? aber ich finde es schon gut über soetwas zu sprechen um sich zu erkunigen wie die einstellung des gegeübers dazu ist. Also bei mir ist es so ich laufe jetzt nicht durch die Weltgeschichte und schreie Hallo Welt und alle die sie bevölkert ich bin lesbisch! aber ich stehe dazu und wenn mich jemand fragt dann sag ich es demjenigen auch. Ich hatte auch überlegt kein richtiges Coming Out zu machen sonder wie gesagt nur die Wahrheit zu sagen wenn mich jemand fragt aber ich wollte meinen Freunden das lieber erzählen damit die bescheid wissen und damit ich mit denen schon über so mache Sachen reden kann...naja wie dem auch sei ich finde zumindest es sollte jedem überlassen sein wie er damit umgeht. Dafür sollten diese es auch akzeptieren das wir es vill. komisch finden wie der jenige damit umgeht...naja das war meine einstellung dazu xD

Mfg Blacky

*****

Die Bibel enthält sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Das heisst aber nicht, dass Gott die Heterosexuellen nicht liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden.

 

Lakota (not verified)

Dabei seit 01.01.70

's Avatar

24.07.11 | 08:07

Guten morgen,

also ich oute mich hier mal als "Lesbe, die es jedem auf die Nase bindet"... Irgendwer hat hier geschrieben, das Leute in der Regel für Hetero gesehen werden, weil es davon mehr gibt... Ich WILL aber nicht als Hete gesehen werden... Ich WILL nicht, dass die Leutedenken, ich würde mit Männern schlafen, schon die Vorstellung ist eklig... Deshalb sage ich es gleich oder zumindest ziemlich am Anfang... Ich hab auch ein Lesbenzeichen tätowiert, damit man es sieht... Für mich ist Homosexualität normal und ich fände es generell besser, wenn sichtbar wäre, wer wen liebt, was ja aber nunmal nicht so ist... Es wäre nur schon viel akzeptierter, wenn man es allen ansehen würde, da dann mal den Heten bewusst würde, wieviele es von uns gibt...
Naja, es ist mir aber egal, wer sich wann outet oder auch nicht, ich hasse nur Leute, die wissen, wer sie sind und dennoch mit Kerlen ins Bett gehen (um sich sicher zu sein oder um es auszuprobieren- so ein schwachsinn, welcher TYp geht denn mit nem Typ ins Bett um sich sicher zu sein , dass er hetero ist, oder um es auszuprobieren? )
Nur ich bin stolz drauf, lesbisch zu sein und ich will das die Leute das auch wissen, denn es ist mein höchstes Gut...

 

tjede

Dabei seit 19.06.11

tjede's Avatar

24.07.11 | 09:00

@lakota: du bist so unglaublich stark und selbsbewusst.
*beifall*

*****

schubladendenken - blödsinn mit methode
wir machen unser ding eben neben der kommode!

 

Lakota (not verified)

Dabei seit 01.01.70

's Avatar

27.07.11 | 04:47

Ich bin nur gern ich selbst... Und wenn das n paar mehr machen würden, dann wäre Homosexualität schon längst ganz normal... Krieg ja schon nen Anfall, dass es immer noch Mädels gibt, die es verfluchen, wenn sie merken, dass sie lesbisch sind...
Dabei ist das doch das Beste, was einem passieren kann... Frauen sind so wundervoll...

 

Alex0891

Dabei seit 20.09.10

Alex0891's Avatar

27.07.11 | 20:18

Oh Lakota:D
Wie schön du das gesagt hast - du sprichst mir aus dme Herzen=)
Deinen letzten beiden Aussagen ist nichts hinzuzufügen!!lächelnd

 

Juanne

Dabei seit 14.09.11

Juanne's Avatar

26.09.11 | 17:07

Ich finde Homosexualität ist nichts was man verstecken muss, warum es also nicht einfach frei ausleben kreisch Jedem das seine.
Meiner Meinung nach muss man sich nunmal outen, denn man wird im Glauben hetero zu sein geboren.
Natürlich finde ich jetzt, dass ich es nicht jedem als erstes auf die Nase binden muss. Meine besten Freunde und meine Familie wissen es und alle die Fragen kriegen eine ehrliche Antwort, aber ich laufe jetzt nicht mit einem T-shirt "I am gay" herum...das heißt nicht, dass ich es weniger auslebe, aber eben so, wie ich es auch als Hete tun würde -ganz normal lächelnd
Ich bin der festen Überzeugung das in einigen Jahrzenten man nicht mehr gleich annehmen kann, dass jemand homo oder hetero ist und dann wird jeder sich outen müssen, oder eben niemand mehr.
Ich habe mich geoutet, weil ich es in dieser Gesellschaft als Notwendig ansehe, wer das nicht tut, ist okay...wieso auch nicht. Du hast schon recht, ich hätte auch einfach mal mit einem Mädchen ankommen können, aber in der Regel funktioniert das nunmal nicht so und ich weiß nicht, ob es etwas ändern würde, wenn man auf einmal so handelt. Ich glaube, das Coming out ist nicht das entscheidende, sondern wie man damit lebt und wenn wir unser alltägliches Leben als Lesben als normal ansehen, dann wird unsere Umgebung das langsamerhand auch tun.

 

Sophie17

Dabei seit 23.07.10

Sophie17's Avatar

28.09.11 | 21:18

Verbesserungsvorschlag an die gorizi- Leute: Ein 'Gefällt mir!' Button!! lächelnd

 

.in.love.with.life.

Dabei seit 01.10.11

.in.love.with.life.'s Avatar

02.10.11 | 17:26

Ich find das Thema, sollte man sich outen und wenn ja wie, auch eher schwierig zu beantworten. Wenn man es als "ehrlich-sein" sieht, dann ja - diesen Schritt sollte man zumindest irgendwann machen. Aber sich hinstellen und sagen "ich bin lesbisch", find ich das auch irgendwie komisch.
Ich halte es momentan so, dass ich mich "oute", wenn sich die Gelegenheit ergibt. Sprich, wenn ich z.B. gefragt werde ob ich einen Freund habe, aber auch, wenn über Homosexualität gesprochen wird. Gerne auch, wenn jemand gerade im Begriff wäre, über Homosexuelle zu lästern - dann setzt es von mir einen Kommentar nach dem Motto "Ich bin lesbisch und deshalb kannst du sowas in meiner Gegenwart gerne unterlassen".
Ich überlege aber oft auch, es irgendwie noch öffentlicher zu machen ... durch ein Regenbogenarmband oder etwas in der Richtung, Buttons, etc. Ein Tattoo fände ich eigentlich auch cool, aber ich bin der Meinung, dass durch irgendetwas sich die sexuelle Orientierung durchaus auch noch ändern kann, und will mich da nicht hunderprozentig festnageln, auch, wenn ich es doch einmal lieber "verstecken" möchte, in bestimmten Situationen.
Aber mal vom Tattoo abgesehen, würde es mir besser gefallen, wenn die Leute in meinem Umfeld auch von meiner Orientierung wissen. Dann ist das Thema einfach auf dem Tisch und jeder weiß, was Sache ist. Es nervt mich nämlich schon irgendwie, wenn immer davon ausgegangen wird, dass das Gegenüber Hetero ist. Da ist es besser, wenn mein Gegenüber einfach gleich Bescheid weiß.
Und mal davon abgesehen: Irgendwie bin ich auch einfach unheimlich stolz darauf, lesbisch zu sein lächelnd

*****

Gay by nature, proud by choice.

 

JaneWayne

Dabei seit 08.10.11

JaneWayne's Avatar

08.10.11 | 21:01

Sophie17 schrieb:
Verbesserungsvorschlag an die gorizi- Leute: Ein 'Gefällt mir!' Button!! lächelnd

Hey! kreisch
Ich unterstütze den Vorschlag einen “Gefällt mir!”- Button einzurichten total! lächelnd
Als ich mich hier so durch die Beiträge durchgelesen habe, hätte ich zu gerne sehr oft den fehlenden “like”-Button gedrückt!!

Also meine Meinung zu dem Thema ist diese:
Niemand hätte je von mir gedacht, dass ich mich für Frauen interessieren könnte und alle die ich kennengelernt habe, sind offen auf mich zugegangen ohne irgendwelche Vorurteile zu haben (mal abgesehen von den unvermeidbaren, die man sowieso immer, unfreiwillig hat).
Ich möchte nicht danach beurteilt werden, welche sexuelle Neigung ich habe, sondern als Person im Ganzen wahrgenommen werden und ich habe Angst, dass wenn ich mit einem Button, Zeichen, irgendwie zeige, dass ich auf Frauen stehe, bzw. mich einfach bei allen und jedem “oute”, mir manche Menschen nicht mehr so offen entgegen treten können/werden und mich nicht mehr als "Jana", sondern "nur noch" als "Lesbe" sehen könnten, deshalb stehe ich im Moment in einem großen Konflikt zu dem Thema "Outing" und fand es sehr interessant eure bisherigen Meinungen dazu zu lesen!

In meinen Augen hat “geoutet sein” und auch “nicht geoutet sein” beides seine Vor- und Nachteile:

→ Wenn man geoutet ist, weiß einfach mal jeder woran er mit dir ist und du kannst davon ausgehen, dass alle Menschen, die sich dann zu dir gesellen mit deiner sexuellen Neigung absolut einverstanden sind oder diese zumindest als Teil von dir aktzeptieren können.
Andererseits kann das Outen natürlich auch dazu führen, dass man von Frauen angeflirtet wird bzw. Jungen abweist, was wiederum ein bisschen blöd ist, zumindest wenn man, wie ich, sich nicht festlegen will und eigentlich denkt "es kommt auf den Menschen an und nicht auf's Geschlecht".

(Dazu muss ich sagen: Kann man sich als “Bi” outen?! → Ich meine, ich denke das ist durchaus möglich, wenn man es einfach jedem auf die Nase bindet, aber wenn man sich jetzt nicht so “auffällig” outen will, sondern eher durch ein Zeichen, Button etc. : Gibt es einen “Ich bin Bi”-Button oder so was?! verwirrt)

→ Wenn man nicht geoutet ist, ist man meiner Meinung nach "auf der sicheren Seite". Man braucht sich mit dem Thema nur dann "beschäftigen", wenn es einen selbst (gedanklich) beschäftigt oder jemand aus irgendwelchen unerdenklichen Gründen auf die Idee kommt dich irgendwie danach zu fragen. Außerdem denke ich man wird von allen als hetero = "normal" wahrgenommen und somit (in meiner Welt) als ganze Person betrachtet und nicht sofort von anderen in die Schublade "lesbisch" gesteckt, wovor ich eherlichgesagt Angst habe (einfach wegen denjenigen, die dann doch was gegen Homosexualität haben und das auch demonstieren in Form von Bullying oder Gewalt! geschockt!).
Allerdings wird man, wenn man nicht geoutet ist. eben auch von den Frauen als “hetero” wahrgenommen, die man selbst womöglich gut findet und von denen man eigentlich mehr möchte. -.-

By the way:
An dem Punkt finde ich das ganze echt kompliziert, weil zwischen Junge und Mädchen es einfach “normal” ist, dass man wenn sich Junge und Mädchen alleine Treffen automatisch davon ausgeht, dass etwas laufen “könnte”.. (das wissen auch die beiden).
Aber wenn man sich als Mädchen mit einem anderen Mädchen trifft würde man an sich gar nicht darauf kommen unless eine der beiden bzw. beide sind geoutete Lesben!
Ich finde das ist nicht wirklich fair, weil Jungs wenn sie ein Mädchen fragen, ob sie nicht Lust hätte mal was mit ihnen zu unternehmen, nicht darauf hinweisen müssen, dass sie womöglich auch mehr von ihr wollen als “nur” Freundschaft whereas I have to tell her that I may want to take her hand or kiss her at some point in our “relationship”... und warum enden meine “Flirtversuche” immer darin, dass mich die Mädels super toll finden und mir all ihre Geheimnisse anvertrauen in denen aber dann auch immer klar wird, dass sie definitiv auf Männer stehen und ich mich dann überhaupt nicht mehr zu meinem Bedürfnis ihr vielleicht näher zu kommen äußern kann?!
Das ist echt scheiße. Und ich kann ihr ja schlecht sagen: “'tschulidgung wir können jetzt nicht mehr befreundet sein, weil ich Abstand von dir gewinnen muss, um dich aus meinem Kopf rauszubekommen, denn dort gibt es zur Zeit nichts anderes als dich und es gibt nichts wichtigeres für mich als dich glücklich zu machen, denn ich finde dich atemberaubend, attraktiv und du faszinierst mich einfach undglaublich und ich weiß das ich dir nie näher sein kann als, als gute “Freundin” and that destroys me from the inside!” -.- Das funktioniert doch so nicht. traurig
→ Sie wäre total geschockt und käme wahrscheinlich gar nicht darauf klar. Ich hab dieses ganze Drama schon zweimal hinter mir, dass ich meine “Verliebtheit” einer Freundin gestanden habe und diese das total überfordert hat. Das zweite Mal konnte ich mich zum Glück darin retten, dass es für mich nur “eine kleine Schwärmerei” gewesen sei und ich mich von daher einfach wieder anderweitig umgucken kann... Musste mich dann allerdings echt noch lange Ablenken, um wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu kommen. -
Ich hab einfach keine Lust mehr auf diesen Käse. Außerdem hatte ich bei den meisten meiner Freunde das Gefühl, sobald ich ihnen sage, dass ich mich “auch für Frauen interessiere”, dass sie denken ich wolle sie “flachlegen”... was ja mal so gar nicht der Fall ist. Eher das Gegenteil.. Ich hab ja selbst noch überhaupt keine Erfahrung auf dem Gebiet weder mit Jungs noch mit Mädchen! verwirrt

Vielleicht auch aus diesem Grund traue ich mich gar nicht es jedem einfach von Anfang an auf die Nase zu binden und finde das, wie auch schon andere hier gesagt haben relativ “seltsam”, da alle anderen (Heten) das ja auch nicht machen müssen...
Ich würde nur echt gerne gefragt werden, weil ich dann nicht drum herum käme es zu sagen (denn Lügen würde ich darüber nicht) und es dann einfach ausgesprochen wäre und ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muss, wie Leute reagieren, die mit mir zu tun haben, nichts davon wissen, die ich aber auch einfach total mag. Vorallem frage ich mich warum mich nie jemand zurück fragt. Ich meine wenn ich jemandem die Frage stelle “Sag mal stehst du eigentlich auf Frauen?” (einfach weil sich die Situation ergibt, dass die Frage passt... warum werde ich dann nicht zurückgefragt. Ich mein ich frage doch auch “und du?”, wenn man mich fragt wie es mir geht oder ist es mit dieser Frage etwas anderes? geschockt! Vielleicht wirke ich ja auch auf meine Mitmenschen so natürlich hetero, dass sie es für ausgeschlossen halten, dass ich auch auf Frauen stehen könnte! geschockt!

Ich weiß nicht. Ich fühl mich total unsicher was das gesamte Thema angeht.
Manchmal wünsche ich mir, ich wäre “hetero”.. einfach nur, um der “Norm” zu entsprechen und mich nicht so “anders” zu fühlen. verwirrt

*****

Jana ❤

"Love is. It just is. And nothing you can say, can make it go away." [Lost & Delirious]

 

Crushed

Dabei seit 20.03.11

Crushed's Avatar

09.10.11 | 21:09

Hallo JaneWayne =)
also als erstes muss ich sagen, ich bin von deiner art zu schreiben begeistert ! noch nie hab ich einen so gut strukturierten text gesehen der auch so locker zu lesen ist.
ich denke auch das outen vor und nachteile hat. ein vorteil ist, wie ich finde, das man nicht mehr diesen innerlichen druck hat weil ein geheimnis auf einem lastet. seit ich mich bei vielen meiner freunde und verwandten als lesbisch geoutet habe fühl ich mich viel befreiter und offener. ich hatte immer das gefühl mich selbst zu verleugnen, vorallem wenn ich gefragt wurde ob ich denn nun mal einen freund hätte und ich einfach immer nur mit "nein" genatwortet hab. jedesmal hätte ich mich nach meiner antwort treten können weil ich schon wieder nur die halbe wahrheit gesagt hab und ich mich praktisch selber belogen habe.
auf der anderen seite lässt es sich nunmal nicht so leicht und locker leben als wenn man hetero wäre. irgendeiner wird immer komisch gucken oder dumme kommentare abgeben. manchmal muss man sich auch richtig rechtfertigen wieso man ist wie man ist und warum man das nicht gefälligst sein lässt und "normal" lebt.
aber dennoch denke ich das man sich outen sollte wenn man sich innerlich sicher ist wie man lebt und liebt. denn je mehr menschen sich outen, desto normaler wird das leben zwischen homo- und heterosexuellen.( und sämtliche orientierungen dazwischen zwinker ) denn wenn "wir" uns ständig nur verstecken ist es klar das es niemals richtig anerkannt wird.

das mit dem fragen nach der sexuellenorientierung kommt mir sehr bekannt vor kreisch ich werde auch nie " und du?" oder "und was ist mit dir?" zurück gefragt. dabei würde mich das total neugierig machen wieso diese person mich das fragt, ob sie vielleicht fragt weil sie selbst "nicht hetero" ist. oder ob es einfach neugier war oder ähnliches.

ja es gibt ein zeichen für bisexuelle. undzwar besteht das aus zwei halbmonden die aneinander dran sind und jewals mit der offenen seite nach außen zeigen. ( ich kann das so schlecht erklären, aber ich wette wenn du bei google bilder mal "bi-zeichen" oder so eingibst findest du ein bild dazu zwinker )

ich weiß was du meinst mit dem "anders" zu fühlen. manchmal wünschte ich mir auch ich wäre hetero. es wäre so vieles leichter. man könnte mit dem partner durch die strassen gehen ohne doof angeguckt zu werden. man lernt wesentlich einfacher jemanden kennen und muss nicht in bestimmte locations dafür gehen. und keiner denkt " boah die schon wieder mit ihren lesben-problemen", wenn man mal von einem kummer mit einer frau erzählt, denn dann ist man ja "normal" und alle sagen: ja immer diese männer !
doch man wäre nicht man selbst wenn man es sich leicht macht. denn es ist nunmal so, dass es frauenhände und keine männerhände sind unter deren berührung ich gänsehaut bekomme. es ist das lächeln einer frau das mein herz flattern lässt, und es sind frauen bei denen ich mich im arm wohl fühle und es sich auch einfach "richtig!" anfühlt.
und genau aus diesem grund mach ich es mir nicht leicht, sondern lebe einfach wie ich es eben für mich richtig halte.

"du darfst glücklich sein!" - das ist eines meiner lebensmottos lächelnd

gruß, sabi =)

 

Sophie17

Dabei seit 23.07.10

Sophie17's Avatar

11.10.11 | 12:27

Da gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. lächelnd
Manchmal versuche ich mir einzureden, dass ich mir unsicher bin, ob ich wirklich nur Frauen mag, weil es ja wirklich auch nette Männer gibt. Außerdem bin ich in der Gegenwart von Männern viel unsicherer und total unbeholfen im Umgang mit ihnen (mein Papa ist bis jetzt der einzige 'Mann in meinem Leben'), weshalb ich manchmal denke, dass es ja auch sein kann, dass ich einfach zu unerfahren bin und mir deshalb einrede, Frauen gefielen mir, weil es einfacher ist, sie auf etwas bekanntes einzulassen.
Aber dann sehe ich mir einen wirklich rein optisch schönen Mann an, auf den jede halbwegs hetero tickende Frau stehen muss (bsp. Florian David Fitz) und finde ihn gutaussehend, attraktiv und alles, aber könnte mir nicht mal im Ansatz vorstellen mehr mit ihm zu 'tun' als ihn zu küssen. Und das auch schon nur vielleicht.
Bei Frauen ist das einfach anders. Ihnen muss ich in letzter Zeit ständig hinterhergucken, weil sie einfach so wunderbar sind.
Nur meine Eltern und ein paar Freunde wissen davon, meine Schwester nicht. Das ist mein größtes Problem, weil ich, obwohl ich sie für relativ tolerant und offen halte, befürchte, dass sich zwischen uns etwas verändern würde. Dass es ihr unangenehm sein könnte, mir näher zu kommen als einen Meter fünfzig.

Ich versuche mir einzureden, dass es nicht schlimm ist, dass ich 'normal' bin und dass alles gut werden kann, aber es ist wirklich nicht leicht. Dann denk ich wieder, andere Menschen haben echte Probleme, es gibt Hunger und Elend auf der Welt und du machst dir solche Sorgen!? Scheiße ist es schon, irgendwie.

Gruß, Sophie

 

amipa

Dabei seit 14.07.10

amipa's Avatar

17.10.11 | 23:25

Also ich muss sagen ihr habt das wirklich total treffend und toll formuliert, da kann ich auch kaum noch was hinzufügen lächelnd

Sophie, ich weiß was du meinst, diese Unsicherheit gegenüber Männern spüre ich auch und ich habe mir auch schon oft gedacht 'Bin ich nun wirklich lesbisch oder einfach nur zu schüchtern um Jungs anzusprechen?'...aber je mehr ich drüber nachdenke, umso sicherer werde ich mir, dass ich nichts von Männern will. Es ist genau wie du es beschrieben hast: Ich erkenne zwar gutaussehende Typen, denen andere Mädchen auch offensichtlich hinterherlechzen, aber mehr als Küssen kann ich mir da einfach nicht vorstellen, bzw. reizt mich das nicht. Jungs sind zwar okay, aber sie rufen in mir keine besonderen Gefühle hervor. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich mir nie die Mühe gemacht habe, einem von ihnen näher zu kommen.
Frauen dagegen schaue ich gerne hinterher. Sie sind einfach sexy und faszinierend und haben, wie ich finde, irgendwie das gewisse etwas, das Männern fehlt. Als ich das erste mal richtig in ein Mädchen verliebt war hat mich das einfach total umgehauen und ich hab gemerkt: 'Das ist nicht vergleichbar mit der lauen Sympathie, die ich für Männer hege. Das sind richtige Gefühle, die Gefühle von denen immer alle reden.' Und obwohl ich bisher keine Erfahrungen (weder mit Männern noch mit Frauen) gemacht habe weiß ich, dass ich irgendwann mit einer Frau zusammen sein will...das fühlt sich für mich einfach richtig an. Und es geht dabei ja nicht nur um's 'flachlegen'...wenn das so wäre würde ich nicht wissen welches Geschlecht ich bevorzuge, echt nicht. Aber ich weiß, dass ich nicht jeden Morgen neben einem Mann aufwachen will oder dass ich beim Küssen keine kratzigen Bartstoppeln spüren möchte...ich will mein Leben eben nicht mit einem Mann an meiner Seite verbringen, sondern mit einer Frau. Deshalb würde ich mich als lesbisch bezeichnen.

So und um noch was zum Thema Outing zu schreiben:
Ich finde, dass es schon wichtig ist sich zu outen, um einerseits befreiter zu leben und andererseits die Toleranz unter der Hetero-Bevölkerung zu steigern (je mehr Lesben/Schwule sich outen, umso mehr gewöhnen sich andere Leute daran, das stimmt!). Ich bin aber auch der Meinung, dass man sich nur bei den Menschen outen sollte, die einem wichtig sind und von denen man möchte, dass sie es erfahren. Die eigene Sexualität ist ja auch eine sehr private Sache, von der nicht jeder wissen muss.
Das Outing hat - wie schon so oft festgestellt - gute aber auch schlechte Seiten und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es für ihn eine Erleichterung oder eine Belastung wäre. Das ist eine individuelle Frage, die man nicht allgemein beantworten kann denke ich. Das wichtigste ist, dass man mit seiner Entscheidung glücklich ist, egal wie sie ausfallen mag.

 

JaneWayne

Dabei seit 08.10.11

JaneWayne's Avatar

22.10.11 | 16:40

Danke an euch alle für die tollen Reaktionen und Antworten! Ich fand es sehr hilfreich eure Meinungen zu hören und bin am überlegen mir jetzt irgendwie so ein "Bi-Zeichen" zu basteln.. kp.. aber vielleicht belasse ich es auch einfach dabei mich eben nur dann zu outen, wenn es sich anbietet und ich es sich in dem moment "richtig anfühlt"! ;P

Noch zu dem was Amipa geschrieben hat. Mir geht es an sich genauso, nur habe ich immernoch die Befürchtung, dass ich dann doch irgendwann aufeinmal in meinen "Traummann" renne und mich total in ihn verliebe und mich dann vor allen bei denen ich geoutet bin "erklären" müsste, was ich irgendwie blöd fänd.. oder "was ist, wenn mir der sex mit frauen doch überhaupt nicht zusagt?! :o" bisher habe ich ja auch immer nur auf der "gefühlsebene" mich zu frauen hingezogen gefühlt und könnte mir auch all diese sachen vorstellen, aaber wie es in der praxis aussieht ist ja dann doch auch nochmal was ganz anderes, oder?... naja
wie dem auch sei: ich finde du hast es echt gut am schluss nochmal zusammen gefasst, also das das eben jeder für sich selbst sehen muss mit dem outen und ich wollte mich nur nochmal bedanken, dass ihr mir bei meiner Entscheidung unglaublich geholfen habt, auch wenn diese noch nicht ganz gefällt ist bäh... lächelnd

*****

Jana ❤

"Love is. It just is. And nothing you can say, can make it go away." [Lost & Delirious]

 

amipa

Dabei seit 14.07.10

amipa's Avatar

23.10.11 | 14:27

Ach, ich glaube keine von uns weiß hundertprozentig, dass sie sich IMMER NUR in Frauen verlieben wird...sowas kann man ja auch nicht vorhersehen oder kontrollieren...wenn man sich verliebt verliebt man sich eben, man denkt sich ja nicht vorher 'Hey, das ist ein Mann, in den darf ich mich nicht verlieben, weil ich ja lesbisch bin.' kreisch Wir wissen doch nie wer uns so begegnet zwinker Es kommt schließlich auch vor, dass ein Mädchen, was eigentlich hetero ist, sich mal in ein anderes Mädchen verliebt. Wie sagt man doch so schön?-Ausnahmen bestätigen die Regel zwinker Deshalb habe ich auch allen bei denen ich mich bisher geoutet habe gesagt, dass ich zurzeit Frauen bevorzuge, aber dass ich mich nicht darauf festlege und dass ich sehen will, was die Zukunft bringt.

Was das andere betrifft, was du geschrieben hast:

Zitat:
"was ist, wenn mir der sex mit frauen doch überhaupt nicht zusagt?! :o" bisher habe ich ja auch immer nur auf der "gefühlsebene" mich zu frauen hingezogen gefühlt und könnte mir auch all diese sachen vorstellen, aaber wie es in der praxis aussieht ist ja dann doch auch nochmal was ganz anderes, oder?

Da kann ich dir nur zustimmen. Ich hatte auch noch nie eine Freundin und für mich ist die Vorstellung Sex mit einer Frau zu haben auch sehr...befremdlich kreisch Aber ich denke mal das geht jedem Mädchen so, ob nun hetero oder lesbisch - wenn man noch nie eine richtige Beziehung hatte will man sich doch erstmal ein bisschen hineintasten und nicht gleich mit dem/der anderen in die Kiste hüpfen. Das dauert eben seine Zeit und wenn beide soweit sind den nächsten Schritt zu wagen, dann ist es glaube ich auch gar nicht so schlimm...dann ist es eben das, was man in diesem Stadium der Beziehung braucht. Das können WIR uns jetzt eben noch nicht so richtig vorstellen, weil wir ja noch nicht an diesem Punkt sind lächelnd Aber da wir ja ziemlich sicher wissen, dass wir die Nähe und Liebe einer Frau suchen, werden wir sicher irgendwie die Eine finden, mit der wir bereit sind alles auszuprobieren...und dann wird es uns bestimmt auch nicht komisch vorkommen zwinker