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seeehr queer

Tülpchen

Dabei seit 21.01.10

Tülpchen's Avatar

12.06.10 | 23:59

Hey,
ich hab im Internet grade was gefunden, was ich ziemlich interessant finde, das ist ne Examensarbeit:

http://www.liminalis.de/artikel/Liminali...

Wer zu faul ist es zu lesen (ist schon relativ lang) - es geht um kompliziertere Identitätsdefinitionen als homo- oder bisexuell oder trans. Diese wenigen Schubladen werden hinterfragt, es werden andere Identitäten vorgestellt wie Z.B. Frauen, die sich nicht als trans sehen, aber auf schwule Männer stehen (auf die emotionalen Beziehungen, jetzt nicht Porno gucken oder so ne), auch genannt girlfags. Oder Männer, die sich als bisexuelle Transgender sehen. Oder Transmänner (körperlich von Geburt an weiblich), die sich als schwul bezeichnen und somit von außen gesehen wieder heterosexuelle Beziehungen führen (solange es keine Geschlechtsumwandlung gab).

ja also was denkt ihr darüber? Findet ihr das plausibel ? oder haltet ihr es eher für irgendwelche Luftschlösser, die man sich in der Theorie zwar ausdenken kann, auf die aber nie ein betroffener Mensch von sich aus kommen würde, weil sie eben viel zu kompliziert sind, und sie somit im echten Leben auch keine Bedeutung haben...?

Ich persönlich kann mir theoretsch vorstellen auf einige dieser Theorien teilweise zu passen, aber wenn, dann höchstens als Hilfe zum inneren Coming out als "anders". Wenn man anderen seine eigene Gefühlswelt so kompliziert erklären wollte, würde man die meisten denke ich total überfordern, erst recht wenn einfaches lesbisch-sein für sie schon ein Problem wäre zwinker

Es wär schön, wenn jemand zurückschreiben würde, mich interessiert echt, was andere so darüber denken...

Liebe Grüße

 

chaosgirl

Dabei seit 18.04.10

chaosgirl's Avatar

13.06.10 | 11:18

Ich habe einmal von der wissenschaftlichen Behauptung gelesen, dass jeder Mensch irgendwo auf einer Skala zwischen "nur" homosexuell und "nur" heterosexuell liegt, dazwischen ist natürlich Platz für alles dazwischen, genau die Mitte wäre dann sozusagen "50% hetero- 50% homosexuell". Meiner Meinung nach, geht diese Skala aber noch weiter über die Homosexualität zur Transsexualität, denn man muss sich nicht wenn man sich nicht als „richtige Frau" fühlt gleich als Mann fühlen, ich denke man muss im Laufe des Lebens herausfinden, wo man in der Skala liegt und welches Geschlecht und welche Sexualität am ehesten zutrifft. Aber zurück zum Thema. Ich glaube schon, dass wenn man sich als Frau eigentlich als Mann fühlt, also transsexuell ist auf schwule Männer stehen kann. Denn Schwule fühlen sich ja auch nicht als Frau, nur weil sie auf Kerle stehen. Also müsste das auf jeden Fall möglich sein. Ich denke ohnehin (siehe Skala) , dass es mehr als nur drei Geschlechter und Sexualitäten gibt sondern unendlich viele, die drei Begriffe ‚(Homosexualität, Transsexualität und Heterosexualität) kommen eher daher, dass der Mensch für alles Schubladen braucht und vor allem niemand alle Sexualitäten selbst erlebt.

 

Philo

Dabei seit 12.04.10

Philo's Avatar

15.06.10 | 20:06

Okay, ich hab mir den Text runtergeladen, aber der war mir zu lang zum jetzt ganz durchlesen.
Insgesamt stimme ich chaosgirl zu, aber ich glaube, dass ist auch - zu chaosgirls Erklärung dazu - immer eine Sache der Selbstwahrnehmung und der Selbstdefinierung.
Wenn sich jemand als schwul sieht, obwohl sie eine Frau ist, dann ist es eine Sache der Selbstwahrnehmung und nicht umbedingt eine Sache der Sexualität, oder?
Oder vielleicht doch, das liegt an jedermanns eigenen Definierung - meiner Meinung nach... verwirrt

*****

Wenn man bedenkt, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt