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But I'm a cheerleader

Filmrezension aus der Gorizi-Onlineredaktion

Megan (Natasha Lyonne) ist hübsch, blond, nett, und sie ist Cheerleader. Ihr fester Freund ist der Kapitän der Football-Mannschaft. Kurz gesagt: Ihr Leben könnte nicht perfekter sein.
Klar, da gibt es einige Sachen, die störend sind. Ihr Freund küsst wie ein nasser Schwamm und manchmal sieht sie ihre Cheerleaderfreundinnen etwas zu lange an.

So beginnt der Film But I'm a Cheerleader mit den Teilaufnahmen springender und tanzender Mädchen, respektive ihrer Reize. Als Megan an diesem bedeutenden Tag aber in ihr behütetes, farbloses, graues, verstaubtes Elternhaus zurückkehrt, erwarten sie nicht nur ihre Eltern und ihre beste Freundin, sondern auch ein netter, farbiger „Ex-Schwuler“, der zur Untermauerung seiner neuen Sexualität Hotpants und ein Shirt mit der Aufschrift „Straight is great“ trägt.

Megan ist eine Lesbe. Zumindest eröffnen ihre Eltern ihr das, und die ganze Szene wirkt ein wenig wie die Beichte der Eltern, dass ihr Kind adoptiert und gleichzeitig schwer krank sei.
Zur Korrektur ihrer sexuellen Dysfunktion soll Megan in ein Umerziehungscamp der Vereinigung „True Directions“ einkehren.
In dem rosa Haus mit den Plastikblumen, die von der Inhaberin trotzdem regelmäßig bewässert werden, soll ein 5-Stufen-Programm helfen, an dessen Ende man seine neue, heterosexuelle Freiheit genießen kann.
Die Männer lernen Männlichkeit, Footballspielen, Holz hacken. Und die Mädchen lernen Babies wickeln, Abwaschen und Staubwischen. Ob das hilft?

Unter ihren Mitstreiterinnen findet sich auch Graham (Clea Du Vall), die offen mit ihrem Lesbisch-Sein umgeht, das Programm aber durchstehen muss, damit ihre Eltern sie nicht vor die Tür setzen.

Jetzt wird auch Megan klar. Ja, sie ist eine Lesbe!

Nach einer gemeinsamen Nacht muss sie das Programm verlassen, aber sie kämpft um Graham und...

Auswertung

Der Film ist eine bunte Parodie mit durchaus sarkastischen Passagen, der von einem normalen, amerikanischen Mädchen erzählt, das erst durch den Versuch, sie „normal“ zu machen, zu ihrer wahren Form findet.
Ernst zu nehmen ist der Film nicht – aber sein Unterhaltungspotenzial ist beinahe unerschöpflich, auch nach mehrmaligem Gucken ein Erlebnis. Schräge Nebenrollen wir das schwule Pärchen, das gegen True Directions kämpft, Megans Mitbewohnerin, die auf Schmerzen steht und sich zur gleichen Zeit mit Schmerz bestraft, Megans Freund, oder auch der absolut heterosexuelle Sohn der Inhaberin, der Hotpants trägt und seinen Cocktail durch einen Strohhalm schlürft.

Kurz gesagt:

Ein buntes Spektakel um die wahre Sexualität mit einem Augenzwinkern, das so charmant daherkommt, das man ihm einfach erliegen muss!

Zu kaufen ist "But I'm a cheerleader" z.B. hier!

Daten am Rande...

Deutscher Titel: Weil ich ein Mädchen bin
Originaltitel: But I'm a Cheerleader, USA 1999
Laufzeit 89 min.
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Jamie Babbit
Mitwirkende: Natasha Lyonne, Clea Du Vall, Cathy Moriarty, Ru Paul, Bud Cort