Filmrezension aus der Gorizi-Onlineredaktion
Leidenschaftlich, intensiv und spannend, wird die Geschichte eines Doppellebens erzählt, welches in einer tödlichen Katastrophe endet.
Boys don't Cry ist ein sehr gefühlvoller Film, er beruht auf einer wahren Begebenheit. Dieser Film beschreibt auf einer Seite das Leben eines, im falschen Körper, geborenen Mannes und auf der anderen Seite wie aufopfernd die Liebe sein kann.
Teena Brandon lebte Ende 1993. Sie lebt als Mann und nennt sich Brandon. Ein falscher Führerschein, hilft ihr dabei, ihre Identität nicht auffliegen zu lassen. Doch in dem Dorf in welchem Teena lebt, handelt sie sich immer wieder erneuten Ärger ein.
Der Weg nach Nebraska
Eines Tages lernt sie in einer Bar Candace kennen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb. Natürlich stellt sich Teena als Brandon vor. In der Bar, provoziert Brandon einen Streit – es kommt zur Schlägerei. Hier kommt John ins Bild, er hilft Brandon aus der Misere. Die Drei fahren zusammen nach Falls City, ein kleiner Ort in Nebraska. Hier lebt die Clique um John - Tom, Candace, Kate und Lana.
Brandon kommt eine Weile bei Candace und ihrer kleinen Tochter unter. Am Anfang will Brandon wieder zurück, doch dann lernt er Lana in einer Karaokebar kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Auch Lana lebt in dem Glauben, dass Brandon ein Mann ist. Einige Zweifel kommen ihr, als sie mit Brandon schläft, doch die Liebe ist wohl stärker als alle Zweifel.
John schaut sich alles mit Abstand an, denn er liebt Lana hat jedoch keine Chance bei ihr.
Die Clique erlebt viele Sachen, von Carbullriding bis hin zur Verfolgungsjagd mit der Polizei und doch, dass ab und zu kleine Zweifel aufkommen, fällt niemandem auf, dass Brandon körperlich eine Frau ist.
Ein dummer Zufall, führt dazu das Brandon ins Gefängnis muss – ins Frauengefängnis. Lana besucht sie dort und Brandon erzählt ihr, dass sie als Zwitter geboren wurde und das Männergefängnis sei überfüllt. Lana verspricht ihr, ihm beizustehen.
Ab hier läuft alles schief.
John und Tom bekommen davon mit und zwingen Brandon sich vor der ganzen Clique auszuziehen. Nachdem Brandon sich weigert, wird er dazu gezwungen. Die Beiden Jungs fahren mit Brandon auf ein verlassenes Industriegelände. Sie schlagen Brandon zusammen und nehmen ihr die letzte Ehre indem sie ihn vergewaltigen.
John und Tom haben noch nicht genug, zumal Brandon bei der Polizei war. Sie machen sich auf die Suche nach ihm. Die beiden fahren zuerst zu Lana nach Hause, ihre Mutter sagt den beiden, dass Brandon wieder bei Candace untergekommen ist. Aus Angst es könnte etwas passieren, fährt Lana mit.
In Candace Haus angekommen, zögern die beiden nicht lange, sie treten die Tür ein und schreien nach Brandon, welcher sich draußen im Schuppen versteckt und auf Lana gewartet hatte. Hier begeht er einen Folge schweren Fehler und rennt ins Haus. John ist außer sich, er hat Lana wegen einer vermeintlichen Lesbe verloren. John zieht seine Pistole und schießt Brandon in den Kopf. In diesem Moment kommt Lana zur Tür herein. Candace schreit vor Verzweiflung, auch sie wird erschossen. Jetzt wird John klar was er getan hat und zieht Tom flüchtend zum Auto.
Lana legt sich über den bereits gestorbenen Brandon und weint sich in den Schlaf. Am nächsten Morgen wird sie von Ihrer Mutter geweckt. Die beiden verlassen den Tatort.
Die Regisseurin Kimberley Peirce erzählt unsentimental und mit düsteren Bildern die wahre Geschichte der Person Teena Brandon. Vor allem Schauspielerin Hilary Swank hat mit ihrer Rolle überzeugt und holte sich damit einen Oscar für die beste weibliche Hauptdarstellerin.
Allerdings lässt der Film seine Zuschauer und Zuschauerinnen, noch fassungslos von der Härte und Unmenschlichkeit, etwas alleine zurück. Offenbar will die Regisseurin die Antwort auf die Frage nach dem "Warum?" der Zuschauerin bzw. dem Zuschauer überlassen. Vielleicht gibt es auch gar keine Antwort darauf.
"Boys Don't Cry" ist auf jeden Fall ein pessimistischer Film, der zum Nachdenken und zum Diskutieren anregt.<ZIP>
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